Taiwan New Cinema – Pangcah Mother: The Woman Who Builds Houses
Do., 19. Nov. 2026 · 19:00–20:30
La Loge, Brussels
Kostenlos
Baustellen werden oft als von Männern dominierte Räume wahrgenommen. Dennoch konkurrieren diese Pangcah-Frauen mühelos mit ihren männlichen Kollegen durch ihr handwerkliches Geschick und beherrschen das Herausreißen von Nägeln ebenso wie die Montage komplexer Schalungen. Dieser Film begleitet Miciang, eine Pangcah-Frau aus der Gemeinschaft von Ceroh in Hualien. Zwischen den anstrengenden körperlichen Arbeiten, die sie tagsüber verrichtet, und der Pflege, die sie abends ihrer Familie angedeihen lässt, verkörpert sie eine widerstandsfähige und starke Mutter.
· Pangcah媽媽—築屋的女人 (Pangcah Mother: The Woman Who Builds Houses), Mayaw Biho (1999). Dokumentarfilm, 24 min.
Réalisateur Pangcah, stammend aus dem Stamm von Ceroh in Hualien, Mayaw Biho ist ein Pionier der ersten Welle des indigenen Dokumentarfilms in Taiwan. Seit 1997 werden seine Filme auf großen internationalen Festivals präsentiert, insbesondere auf dem TIDF und dem Margaret Mead Film Festival, was kritische Reflexionen über indigene Kulturen, Geschichte und soziale Gerechtigkeit anregt. Über seine filmische Arbeit hinaus engagiert er sich seit langem für die Verteidigung der Rechte indigener Völker und öffentliche Angelegenheiten.
· 母語 (The Mother’s Voice), Kagaw Omin (2025). Dokumentarfilm, 16 min.
In einem intimen Blick hört die Regisseurin Kagaw ihrer Mutter zu, wie sie sich an ihre Kindheit und ihre Herkunftsfamilie erinnert. Geboren in Chiang Mai und verheiratet mit einem indigenen Atayal-Mann in Taiwan, navigiert ihre Mutter ganz selbstverständlich zwischen Thai, Mandarin und Yunnan-Chinesisch. Pour Kagaw, diese Stimme, die sie zum ersten Mal aus dem Mutterleib wahrgenommen hat, ist ihre Muttersprache. Zwischen den Gesprächen streift die Kamera durch das Haus und folgt dem Licht, der Luft und den stillen Spuren der Anwesenheit ihrer Mutter.
Kagaw Omin (Nitaya Lan) stammt aus einer Familie mit taiwanischer indigener und chinesisch-thailändischer Abstammung. Aufgewachsen in einem familiären Umfeld, das reich an verschiedenen Kulturen ist, schöpft sie ihre künstlerische Inspiration aus diesem Erbe. Ihre Arbeit erforscht familiäre Bindungen sowie Fragen der ethnischen und kulturellen Identität. Sie arbeitet derzeit als unabhängige Filmemacherin.
Praktische Informationen
Sprache: Originalfassung mit englischen Untertiteln
Freier Eintritt, nach Reservierung unter folgender Adresse: info@la-loge.be
Vollständiges Programm auf der Website la-loge.be