Als „Feldarbeiter“ ging der ehemalige Architekt und KASK- & Conservatorium-Dozent Wim Cuyvers im vergangenen Jahr ans Werk mit der Genkse Terril. Obwohl dieser durch ausgegrabene Minentunnels geformte Berg eine imposante Präsenz ist, hat dieser Ort keine soziale Funktion. Auf Initiative von C-mine suchte Wim gemeinsam mit der Genker Gemeinschaft nach einem symbolischen Nutzen für den Ort.
Dieser Prozess des Suchens und Umwidmens wurde zu einem einnehmenden Doku-Fiktions-Film verarbeitet. In den Hauptrollen sind Eartal und Saban zu sehen, zwei junge Genker „Straßenläufer“, die sich regelmäßig auf der Halde treffen, um ihre Unzufriedenheit über die Welt auszudrücken. Eines Tages lernen sie einen alten Mann kennen, der auf dem Gelände begraben werden möchte. So entsteht der Plan eines Totenbergs, der als Gedenkort und nationaler Friedhof dient.
Nach der Vorführung folgt ein Q&A mit dem Regisseur Wim Cuyvers.