Dokumentarfilm über die unnachahmliche Sängerin, Songwriterin und Ikone Marianne Faithfull. Als Überlebende, Provokateurin und absolut originelle Persönlichkeit hat Marianne über sechs Jahrzehnte hinweg Erwartungen getrotzt – sie hat mehr als fünfunddreißig Alben veröffentlicht und sich kontinuierlich neu erfunden. „Broken English“, entstanden mit ihrer vollständigen Mitwirkung, ist die Erkundung eines gebrochenen Lebens, das von Ruhm, Kreativität und unbarmherziger öffentlicher Aufmerksamkeit geprägt ist.
Roter Faden und Rückgrat des Films ist ein Interview mit Marianne Faithfull durch den Schauspieler George MacKay. Es funkt unübersehbar zwischen dem 33-jährigen MacKay und der 78-jährigen Faithfull, die schwankend, aber stolz und ohne Hilfsmittel das Gespräch beginnt, aber bereits nach der ersten Frage sagt: „Ich brauche meine Sauerstoffflasche, tut mir leid.“ Den Rest des Interviews wird sie mit einem Schlauch in der Nase absolvieren.
MacKay konfrontiert Faithfull mit oft obskurem Archivmaterial und Tonaufnahmen aus ihrer Karriere – Interviews, Live-Aufnahmen, Schlagzeilen und Artikeln –, und ihre Reaktionen darauf zeigen, dass sie mit 78 Jahren nichts von ihrer Wachheit eingebüßt hat. Als sie nach dem Sehen eines Ausschnitts aus „Don’t Look Back“ – einem Dokumentarfilm von D. A. Pennebaker über eine England-Tournee von Bob Dylan im Jahr 1965 – gefragt wird, ob sie sich damals im Jahr Swinging London bewusst war, dass sie Teil von etwas Besonderem war, sagt sie: „Ich kann nicht in die Zukunft schauen, but I knew something was happening.“ Woraufhin sie in einer fließenden Bewegung ein Zitat aus Dylans „Ballad of a Thin Man“ hinterherwirft: „But you don’t know what it is, do you, Mister Jones?“
Regie: Jane Pollard, Iain Forsyth und u.a. mit Nick Cave und Tilda Swinton.
Genre: Musik-Doku
Dauer: 96’
Veranstaltungsort
CC De Ploter
Kerkstraat 4, 1740 Ternat
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